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Stimmbare Bodhráns mit innen liegendem Stimmrahmen sind heute gängiges Bild in der Bodhránwelt. Doch als vor einem halben Jahrhundert der zweite Rahmen („Stimmrahmen“ oder „Tonrahmen“) seinen Weg in die Bodhrán gefunden hat, veränderte sich auch der Klangcharakter der Bodhrán. Wo früher nur ein Holzrahmen dem Trommelfell das Schwingen ermöglichte, sind heute eine Vielzahl von Komponenten verbaut. Versteifungsrahmen, Stimmblöcke, Druckplatten, Stimmschrauben, Halteschrauben etc. nehmen durch ihre Eigenschwingungen Einfluss auf das Schwingverhalten der Trommel. Abhängig von Konstruktion und Materialauswahl, können sich Eigenfrequenzen aufschwingen oder auslöschen, verstärken oder abschwächen. Dies kann zu einem unausgeglichenen Gesamtfrequenzbild führen. Frequenzlücken können sich beim Modulieren des Fells mit der Fellhand bemerkbar machen. Die Trommel klingt in solchen Bereichen „dumpf/leer/tot“. Je mehr Eigenfrequenzen von Komponenten auf den Gesamtklang Einfluss nehmen, desto mehr Störfaktoren und Unberechenbarkeiten entstehen.

 Dazu Christian Hedwitschak:

Obwohl mir als angehendem Trommelbauer immer versichert wurde, der Stimmrahmen müsse möglichst viel Reibung und Kontakt zum Außenrahmen haben, um möglichst viel Schwingungen zu übertragen, erschien mir dies immer zweifelhaft. Denn zum einen soll ja das Fell schwingen, und nicht der Rahmen. Zum anderen dämpfen wir ja bei der Bodhrán mit unserem Körper (Arm, Oberkörper, Oberschenkel) eben genau diesen Außenrahmen.

Wäre es also nicht demzufolge besser, wenn der Stimmrahmen möglichst viel mit dem Fell und möglichst wenig mit dem Außenrahmen arbeiten würde? Wäre es nicht sinnvoll, möglichst wenig beeinflussende Komponenten in das Schwingungssystem einzubauen?

 Nochmal Christian Hedwitschak

Bei der Einführung der CoreLine 2012 verbaute ich erstmals einen innenliegenden Stimmrahmen, der keinerlei Kontakt zum Außenrahmen hatte, abgesehen von den sechs Auflagepunkten der Stimmschrauben. Außerdem änderte ich schon davor alle meine Stimmsysteme von einzelnen Stimmblöcken auf durchgehende Innenrahmen ab. Einfach, um weniger Einzelteile und weniger unterschiedliche Materialen, und damit weniger Eigenfrequenzen im Schwingsystem zu haben.

Nun ist es gelungen, auch die Auflagepunkte der Stimmschrauben akustisch zu entkoppeln. Das bedeutet, dass nur noch ein einziges Bauteil im direkten Kontakt mit dem Trommelfell steht: der Stimmrahmen. Somit erhält man praktisch ein Trommel-in-Trommel System: Erstens den Außenrahmen, der in Kontakt mit dem Spielerkörper steht, das Trommelfell hält und alle Komponenten des Stimmsystems aufnimmt. Und zweitens den unabhängigen Stimmrahmen, der wie ein Tonabnehmer oder Steg den Ton am Trommelfell abgreift.
Wie das geht? Mit einer gummiummantelten Druckplatte, die in den Stimmrahmen eingelassen ist. So bleiben die Möglichkeiten eines Mehrpunktstimmsystems erhalten, ohne dass der Stimmrahmen „schwimmt“ oder abgedämpft wird.

Das Ergebnis: eine deutliche Verbesserung in Brillanz und Frequenzhomogenität. Da weniger Energie vom Hauptrahmen absorbiert wird, ist auch eine gesteigerte Lautheit messbar. Der Isolationsstimmrahmen "isolatHED tuning rim" wird für alle bereits existierenden ChangeHED basierten Trommeln erhältlich sein. Einfach den Isolationsstimmrahmen bestellen und selbst austauschen.

Seit Februar 2018 werden alle RWE, RWEchange standardmäßig mit isolatHED-Stimmsystem ausgestattet.

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Wissenschaftliche Untersuchungen an der Universität München haben gezeigt, dass der isolierte Stimmrahmen (hier bei einem Synthetikfell, 90hz Grundstimmung) bei gleichem Anschlagimpuls mehr Lautheit (auf das menschliche Gehör bezogene Lautstärke) erzeugen kann (durchgezogene Linie) als ein klassischer Stimmrahmen. Die Grafik zeigt fünf Einzelschläge bei gleichem Trommelfell, gleicher Grundspannung, gleichem Schlagimpuls.Wissenschaftliche Untersuchungen an der Universität München haben gezeigt, dass der isolierte Stimmrahmen (hier bei einem Synthetikfell, 90hz Grundstimmung) bei gleichem Anschlagimpuls mehr Lautheit (auf das menschliche Gehör bezogene Lautstärke) erzeugen kann (durchgezogene Linie) als ein klassischer Stimmrahmen. Die Grafik zeigt fünf Einzelschläge bei gleichem Trommelfell, gleicher Grundspannung, gleichem Schlagimpuls.

Rolf Wagels

I am always looking for a clear and defined tone in my drum. When Christian first told me about IsolatHED tuning rim, I was intrigued: could this be the next big thing? And it proved to be the next big thing, both in the laboratory testing but also when I tested it in person.

Andy Kruspe - bodhrán/percussion performer and educator:

From improved accuracy and ease of tuning to overall improvement of sound from my existing skins, the IsolatHED tuning rim has taken a great drum and made it better. This is an excellent addition to the ChangeHED system.

Martin O´Neill

Drum is very good. At first I didn't like it as it was almost too bright and didn't feel as controlled but as soon as I went into the studio it was instantly better. Open notes sound mega!! Night and day compared to the drum I was playing. I used it for 3 days in the studio and couldn't go back to the other one. So that's a clear thumbs-up from me!

Stevie Moises, tipper maker

"I was instantly convinced! The skins react even more sensitively now, tone modulation is even more precise, and the sound is even louder and clearer, too! With the new technology, I’ll be able to play even more dynamically, and as a bonus, the drum will be better heard when I’m playing with the band. All of these improvements also make a considerable difference when using a microphone. Even our sound engineer is a fan of isolatHED!"

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Jeder isolatHED Stimmrahmen hat zusätzlich zu dem isolierten, gummiummantelten Druckpunkt auch einen klassischen, also herkömmlichen Druckpunkt (der zweite, kleine schwarze Punkt daneben). Jeder isolatHED Stimmrahmen hat zusätzlich zu dem isolierten, gummiummantelten Druckpunkt auch einen klassischen, also herkömmlichen Druckpunkt (der zweite, kleine schwarze Punkt daneben). Bei komplett entspanntem, also lose drehbarem Stimmrahmen, kann durch Verschiebung auf den jeweiligen Druckpunkt entweder eine vollständige oder eine teilweise Isolierung des Stimmrahmens erreicht werden. So hat der (erfahrene) Spieler die Möglichkeit, den Unterschied im Klang/Schwingungsverhalten der beiden Druckpunkte zu erfahren. In beiden Fällen bleibt der Stimmrahmen vom Außenrahmen der Trommel getrennt. Nur beim klassischen Druckpunkt findet eben mehr Körperschallübertragung durch die Stimmmechaniken statt, was beim gummiummantelten Druckpunkt unterbunden wird. Ein klassischer Druckpunkt kann beispielsweise bei sehr unregelmäßigen oder dicken Trommelfellen Sinn ergeben. Da der vollständig isolierte Druckpunkt jedoch von den meisten Spielern als deutliche Klangverbesserung wahrgenommen wird, ist der Auslieferungszustand jeder Trommel die isolatHED Druckpunktposition. Der unerfahrene Spieler braucht sich über den zweiten Druckpunkt also keine Gedanken zu machen.